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Eine kleine Runde Adobe Bridge gefällig?

Published on Jul 13, 2020 21:32:00

Ich hab nach über Monaten endlich die für mich ideale Lösung zur Archivierung meiner Grafik-Assets gefunden: Adobe Bridge. Das mag für so manch einen Grafiker von vornherein logisch klingen und dumm von mir das ich so lange für die Entscheidung benötige. Aber der HIntergrund des langen Wartens ist hierbei wichtig, denn ich wollte eine Cloud-basierte Lösung.

So hab ich tatsächlich sämtliche Open Source DAMs ausprobiert und als einziger, was nicht wirklich als DAM für Grafiker mithalten kann, wäre hier Filerun zu bennen. Das Tool ist das einzige das eine 1:1 Server Struktur anerkennt. Kein Phraseaent, kein Resourcespace, kein PimCore und wie sie alle noch heissen kann dies bewärkstelligen. Was ich wollte: einfach Ordner via FTP auf den Server schieben, das Programm erkennt diese Ordner und ich kann Ordnern und Files Keywords zuweisen. Filerun managed das super. Bei allen anderen läuft parallel eine Datenbank mit und diese muss manuell gefüttert werden. PimCore und ein paar andere haben zwar einen Batch Upload, aber man setzt immer voraus das du 1. die Datei hochlädst um dann 2. META Daten eingibst und 3. Dies dann in der DB abspeicherst.

Der Vorteil der Datenbank ist sicherlich die schnelle Ermittlung von Bildern nach Keywords. Ich hab gerade die von DigiKam erstellten Datenbank Files gelöscht zwei davon waren bereits 20MB gross und ich hab noch nicht mal die Deezy Bundles oder bis zu 2GB grosse Ordner hinzugefügt.

Es kam dann der Wunsch auf, wenn schon via DB, dann bitte gleich in der cloud. So kann ich von überall darauf zugreifen. Wenn jemand mich nach einem Logo oder einer bestimmten Schrift fragt, könnte ich so von überall darauf zugreifen. Bei meinem Host hab ich knapp 200GB an Platz, das wäre also von der Menge her kein Problem. Also hab ich mich nach tools umgeschaut und wirklich alles mögliche auf meinem Server installiert. Am Ende wollte ich gar nur mit Nextcloud arbeiten aber als ich heute Nachmittag einen Blog Post las der Nextcloud mit einem Synalogy NAS vergleicht. In den Kommentaren wurde ich in meinen ersten Gedanken das man hier Äpfel mit Birnen vergleicht bestätigt. Dennoch waren in dem Artikel so gute Gründe die mir immer wieder bewusst machten das Nextcloud bei weitem nicht dort ist wo es eigentlich sein möchte und auch tatsächlich nicht ansatzweise an die Möglichkeiten eines NAS Systems ran kommt. Das war für mich Grund genug mich von Nextcloud noch mehr zu distanzieren und tot zuärgern das ich für ein Kanban-Tool welches nur zu 1% an Kanboard ran kommt, knapp 4 EURO geblecht hab.

Wenn ich also schon ein NAS hier zuhause rumstehen habe, warum das dann nicht nutzen? Der hauptsächliche Grund hierfür ist mein überstürzter Kauf. Das Single Bay NAS von WD ist zwar super einfach zu bedienen, bietet nem Scriptkiddie wie mir aber kaum entfaltungsmöglichkeiten. Nun ist das Ding aber hier und voll mit Daten. Nur eben nicht als Workstation. Ich hab vor ein paar Tagen angefangen zu recherchieren wie DigiKam eigentlich seine Infos abspeichert und ob es sich mit einem NAS verknüpfen lässt. Aber viel wichtiger noch: ob es portabel ist.

Die Idee ist diese: mein Grafik-Kontent auf dem NAS und DigiKam greift zwar auf die Files zu, aber die Daten speichert es lokal ab, dort wo es sich befindet. Sei es auf einem USB-Stick einer externen HDD oder SSD. Mit dem 6.1er Release geben die Macher auch an das das tool portabel sei, nur bin ich zu blöd um den downlad zu finden. Im Repository finde ich immer nur die installer-versionen. Also das tool normal installiert und gestartet. Nach nicht mal einer Minute poppt ein Alert auf mit der Info das meine bereits erstellte DB nicht gefunden werden kann. WTF!? Das tool greift auf einen pfad zu, von einer älteren installation von mir. In etwa 10 Sekunden überlegt, den Startvorgang abgebrochen und DigiKam direkt wieder deinstalliert.

Auf der Suche nach Alternativen gab es eigentlich nur XNVIEW MP und Adobe Bridge. Beides tools die ich nie wirklich mochte. So sehr das ich in meinen Browser-Tabs bereits ein tutorial auf hab wie ich mit Quasar und Electron mir mein eigenes Programm bauen kann. Das Problem an XNview MP ist das es eigentlich kein richtiges DAM ist, so wie man es sich als designer wünscht. Es ist ein super tool für details via Listenübersicht aber die Such-Funktion ist alles andere als funktionell.
Bleibt Adobe Bridge. Horror! Dachte ich immer. Das mag allein damit zusammenhängen das das tool immer mal wieder einfach so aus purer lust und laune den Adobe Server anpingt. Bei der regulären Installation wird auch darauf hingewiesen das man dies machen möchte. Als user hast du gar keine andere Wahl.

Ich persönlich hab da eigentlich nichts gegen, aber es blockiert meinen Wunsch nach einer Portablen Lösung die ich auf 'nem USB Stick mit mir rumschleppen kann. Bis jetzt, denn tatsächlich bin ich fündig geworden wie sich Bridge als portable app nutzen lassen kann. Ich schiebe gerade über 30GB an Material auf mein NAS das in den nächsten Monaten mit Keywords versehen werden möchte. Good bye cruel world.

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