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Yemi ist tot.

Published on Jun 01, 2020 21:57:00

Fast 10 Kilometer hab ich in zwei Stunden zurueck gelegt. Im Ort umher geirrt, hingesetzt, telefoniert, gelaufen, hingesetzt, nachgedacht, hingesetzt. Und immer wieder geheult. Einfach nur geheult. Die Traenen rannten meine Wangen runter wie bei einem misslungenem Klingelstreich und versteckten sich hinter der blauen Covid-Fick-Dich-In-Arsch-Maske. Yemi ist tot. Ole hatte es zuerst publiziert und mir war sofort klar es das nur diesen einen jenen Yemi erwischt haben konnte. Die Nachricht erreichte mich waehrend ich mit meinem Sohn bei meiner Mutter war. Fast vier Stunden lang hab ich die Wut und Hilflosigkeit unterdruecken koennen weil ich einfach keinen bock hab einem 3 jaehrigem zu erklaeren warum ich traurig bin. Hass erfuellt. Es vermischt sich o vieles mit dieser verfickten Nachricht von heute. Die aktuelle Not hier auf der Insel, die Aussichtlosigkeit das sich Job maessig etwas aendert weil die Hotels endlich mal tatsaechlich gezwungen waeren Marketing zu machen, zusammen mit der Tatsache das Yemi vor wenigen Wochen noch hier war als der ganze Coronoa Dreck los ging. Bei der Abreise noch sag ich zu ihm das er nicht nach Hamburg soll sondern direkt in die Heide wo M. ein Haus hat. Raus aus dem Viren-Herd. Ich weiss nicht ob er an Covid drauf ging, aber mit nur einer Lunge war er Risikopatient. Ich hab die ganze Zeit Angst vor der WhatsApp Konversation die wir vor ein paar Wochen hatten als er hier in LPA war. Er erwaehnt immer wieder wie locker er das sieht und das sie noch schauen wie sie das ganze umsetzen damit er den Ansteckungsfaktor minimiert. Fuck Mann. Fuck Fuck Fuck.

Sollte sich das mit COVID bestaetigen dann hab ich n Disstrack an all meine verfickten Freunde die der Meinung sind das dieses ganze COVID-19 dingens von Mutti und Gates gesteuert wird.

Ich weiss noch ganz genau wie er mit einer roten Spruehdose bei mir auftauchte und wir los zogen. Wir waren am Ende zu viert und teilten uns eine Spruehdose. Mein erster Kontakt zur Spraycan-Artt in Bahrenfeld und der Beginn meines Blackbooks mit Fotos welches Jahre spaeter bei einer Hausdurchsuchung von der SOKO eingeheimst wurde. Ich weiss nicht wie oft wir beinah von Zuegen ueberfahren worden waeren. Fast immer war e die S1 oder die S11. Altona, Bahrenfeld, Holstenstrasse und Sternschanze. Im Winter Koenigstrasse runnter in channel. Man fuck. Danke fuer alles grosser. See you on the other side.

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